Corona-Situation im Kongo

KINSHASA/DONZDORF – Corona hat unser Land und die Menschen fest im Griff. Der Alltag hat sich verändert und wir alle hoffen auf eine baldige Normalisierung. Auch der Kongo wurde inzwischen von der Seuche erfasst – mit allen Folgen, die den Menschen schwer zu schaffen machen.

Hygienemaßnahmen in der Corona-Krise

Der Staatspräsident, Félix Antoine Tshisekedi Tshilombo, hat Ende März 2020 den nationalen Notstand ausgerufen und die Grenzen der Demokratischen Republik Kongo für den Personenverkehr geschlossen. Das Parlament hat diesen Notstand inzwischen 6x verlängert, zuletzt am 06. Juli 2020 für weitere 15 Tage. Landesweit ist grundsätzlich mit erheblichen Einschränkungen zur Eindämmung von COVID-19 zu rechnen, diese können teils auch sehr spontan und ohne Vorankündigung durchgesetzt werden.

Kinshasa abgeschottet

Die Hauptstadt Kinshasa ist von den übrigen Provinzen abgeschottet. Im ganzen Land sind sämtliche Restaurants, Schulen, Universitäten und Kirchen geschlossen, sowie Menschenansammlungen verboten. Das Tragen von Mund- und Nasenschutz, der auch selbst angefertigt sein kann, ist im öffentlichen Raum im gesamten Stadtgebiet Kinshasas und den betroffenen Provinzen, verpflichtend. Vor allen öffentlichen Gebäuden sind Handwaschanlagen aufgestellt und es wird Temperatur gemessen, ohne Mundschutz kein Eintritt. Weiterhin findet kein Verkehr mehr in die und aus der Hauptstadt statt. Auch der nationale sowie internationale Flugverkehr wurde bis auf weiteres ausgesetzt.

Erhebliche Einschränkungen im Land

Außerhalb von Kinshasa ist ebenfalls mit erheblichen Einschränkungen der Transportmöglichkeiten zu rechnen. Die Preise von Grundnahrungsmitteln sind bereits enorm angestiegen. Inzwischen sind 14 Provinzen betroffen, das Epizentrum ist nach wie vor Kinshasa. (Im ganzen Land wurden bis jetzt 7660 positive Coronafälle registriert, davon gelten 3236 als geheilt, 182 Todesfälle Stand 06.07.2020)

Aufklärung und Hygienemaßnahmen

Die Provinz Kasai gehört zu den wenigen Provinzen die noch keine Coronafälle registriert hat. Unsere Partnerorganisation „Codeikan“ macht Aufklärung unter der Bevölkerung und hält die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen strengstens ein. Die wirtschaftlichen Folgen sind jedoch auch dort zu spüren, die Lebensmittelpreise haben enorm zugenommen und die Menschen befürchten eine Hungersnot.

Auf Unterstützung angewiesen

Mit unseren Projekten möchten wir die Menschen im Kasai unterstützen. Die letzte Maisernte fiel sehr gut aus und kommt besonders den unterernährten Kindern im Moringa-Ernährungsprogramm zugute. Die ganze Bevölkerung der Region profitiert von unserem Landwirtschaftsprojekt.
Besonders jetzt, in dieser schwierigen Situation, sind die Menschen auf unsere Unterstützung angewiesen, helfen auch Sie mit Ihrer Spende.